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Wie weckt man den Shiitake auf?

Der Shiitake stammt aus einer Klimazone mit höherer Luftfeuchtigkeit, daher muss er während der Fruchtkörperbildung und Erntephase mit genügend Wasser versorgt werden. Wichtig ist es einen schattigen Platz im Garten zu wählen um die optimalen Wachstumsbedingung zu gewährleisten. Beim Shiitake werden besondere Vorkehrungen zur Einleitung der Fruchtkörperbildung getroffen. Anfang Juni und Ende August werden die durchwachsenen Stämme 24 Stunden in kaltes Wasser getaucht. Die Wassertemperatur sollte etwa 15-20°C betragen, da sich diese Temperaturen ebenfalls günstig auf die Fruchtkörperbildung auswirken.

Durch diesen leichten „Kälteschock“ können die Stämme gegebenenfalls auch im Sommer (Juli, August) getaucht werden. Es sollte ein Behälter zur Verfügung stehen in dem die Stämme ganz untergetaucht werden können (z.B. mit einem Stein oder Brettern beschweren, da der Baumstamm sonst aufschwimmt).

Die Stämme können auch im Schwimmteich, Biotop oder in einen Bach getaucht werden. Steht eine Regentonne oder ein großer Bottich zur Verfügung sind auch diese verwendbar. Der Stamm saugt sich stark mit Wasser voll, ein guter Start für eine erfolgreiche Ernte. Nach dem Tauchen werden diese 3- bis 4-mal kräftig auf den Boden aufgestoßen. Dieses Ritual wird von allen Shiitake-Züchtern eingehalten, denn die Erschütterung begünstigt die Fruchtkörperbildung. Man könnte fast meinen, der Pilz wird durch diese Zeremonie „aufgeweckt“. Durch die Erschütterung des Stammes wird es möglich, dass noch vorhandenes CO2 aus dem Stamm entweichen kann. Dies kann sich ebenfalls günstig auf die Fruchtkörperbildung auswirken. Der Shiitake wird entweder quer aufgelegt oder hängend auf Sträuchern oder Bäumen platziert. Es ist günstig ihn nicht mit Bodenkontakt aufzustellen, da die eine oder andere Schnecke auch Gefallen an den schmackhaften Pilzchen hätte.

Im Anschluss werden die Stämme täglich gegossen (die Stämme sollen nicht austrocknen), insbesondere dann, wenn die kleinen Furchtkörper aus der Rinde hervorbrechen. Trocknen sie in diesem Stadium aus, können die Pilze nicht mehr weiterwachsen. Wenn möglich einmal in der Früh und einmal am Abend mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch gießen, damit die Stammoberfläche feucht bleibt. Im Hochsommer lässt man die Stämme ohne besondere Betreuung im Garten stehen. Zwischen den Ernten braucht der Shiitake eine Ruhezeit. In dieser sollten die Stämme nach Möglichkeit wieder etwas abtrocknen. Die oben genannten Schritte werden jedes Jahr wiederholt. Wenn die Pilze groß geworden sind, wird das Bewässern reduzieren, da sie sonst schwammig werde.

 

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