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Der Igelstachelbart ist ein ausgezeichneter Speise- und Heilpilz

Der Igelstachelbart ist ein hervorragender Speisepilz. Zusätzlich ist er auch ein geschätzter Heilpilz und wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei Magen- und Darmproblemen eingesetzt. In der Natur ist er äußerst selten zu finden. Seine weißen eiszapfenähnlichen Fruchtkörper machen ihn zu einem faszinierenden Zuchtpilz. Heimisch ist der Pilz in Europa, Nordamerika und Asien.

Der Igelstachelbart wächst sowohl auf Laubholz als auch auf Substrat.  Für Pilzgourmets ist dieser Pilz ein Muss. Die Stachelbart-Arten sind in der Natur sehr selten geworden, daher sollte man die in der Natur befindlichen Exemplare nicht ernten. Durch die Zucht des Igelstachelbarts im eigenen Pilzgarten kann ein Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt geleistet werden.

Der Igelstachelbart gedeiht nach unserer Erfahrung sehr gut auf Birkenstämmen mit einem mittleren Durchmesser von 20 cm. Die Stämme werden mittels Bohrlochmethode beimpft. Der erste Ernteerfolg zeigt sich bereits 1 Jahr nach der Beimpfung. Der Pilz fruchtet mehrmals in den Sommermonaten (ab Juni). Nach einem Jahr Durchwachsphase werden die Igelstachelbart-Stämme (1metrig) halbiert und etwa 10 cm in die Erde gesetzt. Die Schnittflächen werden mit Moos bepflanzt. Dies schützt den Pilz vor dem Austrocknen und die Fruchtkörper kommen lieber aus dem Moos.

Der ästige Stachelbart (Hericium coralloides) - ein Verwandter mit hervorragendem Geschmack
Vor etwa 3 Jahren kamen wir das erste Mal in Kontakt mit dem Verwandten des Igelstachelbarts. Der ästige Stachelbart ist sehr selten in Bruchwäldern oder Naturschutzgebieten zu finden. Der korallenartige Pilz kann eine Größe von bis zu 40 cm erreichen. Er wächst in der Natur auf Buche und Birke. Wird er im Garten kultviert sollte er auf Birkenstämmen mit einem Durchmesser von 20-30 cm gezogen werden. Im Geschmack ist er zartfleischig mit einer leicht zitronigen Note. Dieser Pilz fruchtet ebenfalls nach einem Jahr Durchwachsphase unter Anwendung der Bohrlochmethode. Die Stämme werden gedrittelt und ebenfalls 10 cm in die Erde gesetzt. Heurer sind unsere Versuchsreihen zur Kultivierung des ästigen Stachelbarts abgeschlossen und ab 2017 ist die auch schon Pilzbrut erhältlich.

Der Igelstachelbart (Hericium erinaceus) ist ein geschätzter Heilpilz
Schon die Ureinwohner Nordamerikas benutzten den Pilz als blutstillendes Mittel bei Schnittwunden. Er hat auch eine positive Wirkung bei Magen- und Darmerkrankungen sowie bei Nervenkrankheiten. Eine Vielzahl an Forschungen beschäftigt sich mit den Inhaltsstoffen des Hericium. Der Pilz enthält alle 8 essenziellen Aminosäuren, die der Mensch benötigt. Des Weiteren besitzt er einen hohen Kaliumgehalt und andere wichtige Inhaltsstoffe wie Zink, Eisen, Selen und organisches Germanium. Die enthaltenen Polysaccharide und Polypeptide sind Zentrum der Forschungen um den Hericium. Es konnte nachweislich die allgemeine Stärkung des Immunsystems und die erhöhte körpereigene Abwehr gegenüber Antigenen bewiesen werden. Der Pilz hat eine stimulierende Wirkung auf die Regeneration von Nervengewebe. Extrakte des Pilzes werden daher in der Behandlung von Alzheimer und Parkinson begleitend eingesetzt.
Kurzer Überblick der Anwendungsgebiete vom Igelstachelbart:
• Magen- und Darmprobleme
• Krebsprävention
• Nervenkrankheiten
• Angst, Depression
• innere Unruhe, Schlafstörungen
• chronische Hauterkrankungen

Die Mykotherapie hat sich auf die Heilwirkungen von medizinisch verwendeten Pilzen spezialisiert. Bei Interesse an dieser alternativen Heilmethode wird empfohlen, sich mit MykotherapeutInnen oder PraktikerInnen der TCM in Verbindung zu setzen und gemeinsam eine optimale Therapieform zu finden.

 

 

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