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Einen eigenen Pilzgarten anlegen - So geht's

Holz schneiden, Stämme beimpfen, bestehende Pilzgärten Frühlingsfit machen

Mit großen Augen blicken wir dem Frühlingsbeginn entgegen. Die erste Blüten zeigen sich und der heurige Pilzgarten- Planung steht nichts mehr im Wege.
Was ist aber nun alles zu tun, um FrühlingsFIT ins neue Gartenjahr zu starten

Nr. 1 Holzbeschaffung
Idealerweise hat man Holz zur Verfügung, das im Winter oder im zeitigen Frühjahr geschlägert wurde.

In dieser Zeitspanne kann ein höherer Zuckergehalt in den Zellen der Bäume gemessen werden. Der erhöhte Zuckergehalt im Splintholz begünstigt das Myzelwachstum des Pilzes im Stamm und ist ausschlaggebend für eine rasche Besiedelung. Sowohl Hartholz als auch Weichholz eignen sich. Jedoch sind die harten Gehölze wie Rotbuche, Hainbuche, Eiche, und Ahorn idealer als die weichen Gehölze von Weide, Birke, Pappel, Erle und Linde. Sie können bis zu 5 Jahre Erträge hervorbringen. Die am häufigsten verwendeten Gehölze sind Buche, Eiche und Birke. So wird der Shiitake auf Buchen- und Eichenstämmen gezogen. Das geschnittene Holz kann bis zur Beimpfung im Freien als Stapel gelagert werden. Man sollte den Stoß mit einer Plane zudecken, so trocknet das Holz nicht aus.

Nr. 2 Richtiger Zeitpunkt für die Beimpfung
Ab Ende März - geht es los mit dem Sägen, Bohren und Hämmern

Sobald es wärmer wird, sind die Bedingungen ideal für den Impf-Start. Von Ende März bis spätestens Mitte Juni kann dieser wichtige Schritt erfolgen. Wir empfehlen eine Frühjahrsbeimpfung, da das geschlägert Holz noch gut saftig ist und der Pilze über den ganzen Sommer unbeschwert einwachsen kann. Wartet man zu lange oder beimpft Holz erst im Herbst - sind die Durchwachschancen sehr gering!
Daher bieten wir unsere Pilzbrut auch nur in diesem Zeitraum für die Beimpfung von Holz an.

Nr. 3 Pilzarten für Anfänger
Für alle die neu in die Pilzzucht einsteigen, können folgende Pilzarten empfohlen werden

Oft kommt die Frage mit welchen Pilzarten man am besten startet, wenn es noch wenig Erfahrung im Pilzanbau gibt.
Wir empfehlen eine Kombination aus Shiitake, Seitlingen und zb. Stockschwämmchen.
Shiitakes gedeihen gut auf Buchen und Eichenstämmen. Sie können mit der Schnittimpfmethode oder Dübelimpfmethode beimpft werden. Das Myzel ist sehr robust und bereits nach 1. Jahr Durchwachsphase kann über mehrere Jahre geerntet werden.
Seitlinge sind ebenfalls für den Beginn zu empfehlen. Hier hat es sich bewährt zb. 2 unterschiedliche Arten zu wählen. Der Sommerseitling ist ertragreich und bietet sich für die sommerliche Pilzversorgung an. In Kombination mit dem Waldviertler Seitling oder Taubenblauen Seitling - kann auch im Herbst und Frühjahr geerntet werden. Diese Pilze gedeihen gut auf Buche, Pappel, Erle, Ahorn.

Nr. 4 Auswintern
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen, kann begonnen werden, die im letzten Jahr beimpften Stämme auszuwintern

Ab April werden die bereits durchwachsenen 1. jährigen Stämme aus dem Vorjahr ausgewintert. Das bedeutet: Je nach Pilzart, werden die Meterstämme gedrittelt, mit Moos versehen und an einem schattigen Plätzchen eingegraben. Gerade in der Anwachsphase sollten die frischen Stämme vermehrt gegossen werden. Alle 3-4 Tage mit etwas Wasser besprühen (ca. 3 Wochen lang) - so erhalten die Stämme einen guten Start ins Frühjahr. Das Moos liebt ebenfalls die tägliche Frischedusche. Wenn das Moos grün ist - wird auch der Stamm optimal mit Wasser versorgt.

Nr. 5 Ernten
Welche Pilze kommen im Gartenjahr als Erstes zum Vorschein?

Bereits im Frühjahr starten zb. die Waldviertler Seitlinge richtig durch. Sie sind frostresistent und wachsen besonders schön und ertragreich. Falls wenig Regen fällt kann auch bei kühleren Temperaturen etwas gegossen werden.
Die nächsten Frühlingsboten sind das heimische Stockschwämmchen - eine schmackhafte Frühlingssuppe mit eigenen Pilzen ist sehr zu empfehlen.

 

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