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Es macht Spaß zu beobachten, zu lernen und schließlich die „Früchte“ seiner Arbeit zu ernten.

Die Natur ist aufregend, nichts ist gleich, alles ist einzigartig. Kinder bewegen sich intuitiv und konzentriert durch die Welt. So sind sie auch beim Pilzgärtnern mit voller Begeisterung dabei. Davon können wir uns etwas abschauen!

Die Dübelimpfmethode ist eine sehr unkomplizierte Beimpfungsart. Hast du nur 1 oder 2 Stämme die du mit Pilzen beimpfen möchtest, ist diese Methode die erste Wahl.

Was du brauchst:
- 1 Packung Dübelbrut (100 Dübel) (z.B. Shiitake, Seitlinge, Stockschwämmchen, Leuchtpilz)
- 1-2 Laubholzbaumstämme (Luftkultur: 10-15 cm/ Erdkultur: 20-35 cm)
- Bohrmaschine
- Schlangenbohrer empfohlen (Durchmesser 9 mm)
- Spezialwachs und Pinsel
- Stövchen mit Kerze/elektrische Heizplatte zum erhitzen des Wachs
- Hammer
-Tacker/Heftklammern
- Aludose für die Beschriftung

Schritt 1:
Bohrlöcher markieren
Grafik: Dübelimpfmethode
Zeichne dir vorab an, wie viele Bohrungen du pro Reihe machen möchtest. Wenn du einen dünnen Stamm (15 cm) beimpfen möchtest sind 50 Dübel ausreichend. Bei dickeren Stämmen versenkst du bis zu 100 Dübel in einem Meter Stamm. Daher variieren die Anzahl der Bohrungen pro Reihe zwischen 5-10 Löchern. Insgesamt kannst du 6-10 Reihen einplanen. Foto_IMGL0615

Schritt 2:
Bohrungen setzen
Da die verwendeten Pilzdübel etwa 8 ½ - 9 mm Durchmesser haben,  verwendet man einen 9 mm Bohrer. Die Löcher werden gleichmäßig über den Stamm verteilt – es wird etwa 4- 5 cm tief ins Holz gebohrt. Foto_IMGL0623

Schritt 3:
Beimpfen
Mit einem Hammer werden die beimpften Holzdübel in die Löcher versenkt. Hier findet man spätestens heraus ob man tief genug gebohrt hat. Der Dübel sollte zur Gänze im Loch verschwinden. Foto_IMGL0655

Schritt 4:
Impfstelle verschließen
Verschlossen wird die beimpfte Bohrung mit flüssigem Wachs. Im aufgeschmolzenen Zustand kann das Wachs gut aufgetragen werden. Es dient als letzte Schicht gegen das Austrocknen. Foto_IMGL0662

Schritt 5:
Beschriften
Wie bei allen anderen Beimpfungsmethoden ist das beschriften der Stämme wichtig für die Rückverfolgbarkeit – dazu kannst du Pilzart und Jahreszahl auf ein Aluplättchen ritzen und dieses am Stamm antackern.

Fotos: Waldviertler Pilzgarten und Rupert Pessl

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