Menü

Die Schnittimpfmethode

Bei dieser Methode werden 1 m lange Stämme mit Pilzbrut beimpft. Der Stamm wird dabei  von den Stirnseiten ausgehend  mit einer Motorsäge etwa 30 cm einmal von oben und einmal von unten eingesägt. Beim Shiitake kann auch mit drei Schnitten im Abstand von 25 cm gearbeitet werden. Die Schnitte sollten gerade so breit sein (ca. 1,5 cm), dass die Getreidepilzbrut noch gut eingefüllt werden kann. Hilfreich ist es, schon vor dem Beimpfen den Schnitt mit Klebeband (ideal ist ein silbernes Gewebeklebeband, z.B. X-Way oder Gaffa) abzukleben. Die Brut soll beim Einfüllen nicht herausfallen, weshalb das Klebeband rund um den Stamm und mit bis zu 2 Klebebandbreiten angebracht wird.

Um die Pilzbrut einfüllen zu können, schneidet man über dem Einschnitt ein kleines Rechteck (ca. 5 cm lang) aus. Alle Einschnitte werden randvoll mit Brut befüllt, diese mit einem Stäbchen festgedrückt und mit dem Klebeband verschlossen. Die Brut sollte dabei nicht zerquetscht, sondern vorsichtig ohne Hohlräume in die Schnitte gefüllt werden. Wenn die Getreidebrut kompakt und sauber eingefüllt wird, haben Pilzmücken und andere Schadorganismen weniger Chancen. Bei gröberen Rinden, wie sie z.B. die Eiche hat, sollte das Klebeband sehr fest und möglichst dicht abschließen – auch hier könnten Organismen in der Durchwachsphase der Brut schaden. Das Klebeband schützt auch vor Austrocknung. Um das Ablösen des Klebebandes vom Stamm zu verhindern, sollte es zusätzlich mit einigen Heftklammern befestigt werden.
Das Einschneiden und Beimpfen sollte in einem Durchgang erfolgen.
Mit 2 Liter Getreidebrut können etwa 6–8 Shiitake-Stämme und bei den Erdkulturen 2–3 Stämme (jeweils mit einem Meter Länge) beimpft werden. Natürlich hängt es auch von Durchmesser und Pilzart ab.

Benötigte Materialien für die Schnittimpfmethode
• Getreidebrut
• Motorsäge
• Holzstäbchen zum Einfüllen der Brut
• Gewebeklebeband (z.B. X-Way, erhältlich im Baumarkt)
• Stanleymesser
• Tacker mit Heftklammern

Beschriften

Gleich nach der Beimpfung werden die Stämme beschriftet. Es hat sich bewährt dazu Aluplättchen zu verwenden. Pilzart und Beimpfungsjahr werden eingeritzt oder mit Kugelschreiber auf weichem Untergrund eingedrückt.Verwenden Sie bitte keinen Textmarker, dieser ist nicht dauerhaft.

zurück nach oben